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Sommergewinn

Der Eisenacher Sommergewinn…

…mehr als ein Frühlingsfest – ein immaterielles Weltkulturerbe

Der Eisenacher Sommergewinn lässt jedes Jahr drei Wochen vor Ostern einen Jahrhunderte alten Brauch lebendig werden. Der Winter als todbringende Kraft wird vertrieben und der lebenspendende Sommer herbeigerufen.

Seit 1897 gibt es den Festumzug und damit stellt er in diesem Jahr zum 120. Mal den Höhepunkt des Sommergewinns dar. An dessen Ende liefern sich Frau Sunna und Herr Winter ein Streitgespräch auf dem Marktplatz. Dabei unterliegt der Winter und wird symbolisch als Strohpuppe verbrannt. Der Festumzug findet traditionell immer am ersten Samstag vor Lätare, drei Wochen vor Ostern statt.

Wie jedes Jahr haben sich die Marburger Stadtteilgemeinden aufgemacht – das größte deutsche Frühlingsfest – in Eisenach zu besuchen. Bei strahlendem Sonnenschein erwartete uns ein Festzug mit 40 Pferdefuhrwerken aus der Wartburgstadt, dem Wartburgkreis und den Kreisen Gotha und Unstrut-Hainich.

Unzählige Schülerinnen und Schüler, die in fröhlicher und liebenswerter Weise Märchenfiguren, Fabelwesen, kleine Hasen, süße Igel, Schmetterlinge, viele Küken, Fliegenpilze und nicht zuletzt eine Riesenraupe darstellten und in Trachtentanzgruppen ihren Weg zogen.

Die Schönheit des Blumenschmuckes ist unbeschreiblich. In unzähligen Stunden haben freiwillige Helfer Blüten gedreht; Blüte an Blüte in den schönsten Farben zieren die Wägen, die einzigartig die Straßen zieren. Die Symbole Hahn, Brezel, Ei schmücken die Wägen und werden freundlich begleitet von vielen Rufen: „Gut Ei, Gut Ei, Kikkeriki!“ Tausende Zuschauer säumen die Straßen und erwidern diesen Festruf.

So auch die Delegation der Marburger Partnerstadt, die in diesem Jahr besonders begeistert und fasziniert vom Dargebotenen war. Die Menschen haben Frau Sunna begrüßt; die Wärme der Sonne zog sie ins Freie und trug zum Gelingen des Festes bei. Der Lenz wurde gefeiert mit Tanzen und Singen.
Nach dem Genuss von Thüringer Bratwurst und schwarzem Esel der Eisenacher Brauerei fuhren die Marburger zufrieden mit vielen farbenfröhlichen Eindrücken zurück.

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